F-Jugend

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Unser Trainer Sascha Weschta stellt sich vor

Seit dem Beginn der Vorbereitung steht bei uns mit Sascha Weschta ein neuer Mann an der Außenlinie. Nachdem Werner Zimmermann seinen Rückzug als Trainer zum Ende der abgelaufenen Saison bekannt gegeben hatte, wurde mit ihm ein exzellenter neuer Coach gefunden. Um ihn noch ein wenig besser kennen zu lernen, hat er sich, jetzt da die Vorbereitung in der heißen Phase ist unseren Fragen in einem kleinen Interview gestellt.


GWE: Hallo Sascha, schön, dass wir Dich heute interviewen dürfen. Erzähl uns doch zu allererst ein bisschen über Dich und stell Dich kurz vor!


Sascha: Hallo, mein Name ist Sascha Weschta, ich wurde in Siegen geboren und bin 43 Jahre alt. Seit sechs Jahren wohne ich mit meiner Familie in Irmgarteichen. Ich bin verheiratet und habe eine 9-jährige Tochter.
Aktiv gespielt habe ich für GW Siegen und Kaan Marienborn, mit denen ich von der B-Liga bis zur Bezirksliga aufgestiegen bin. Diese Zeit hat mich sehr geprägt, da wir eine unglaubliche Gemeinschaft hatten. Ich habe heute noch sehr viele und gute Freunde aus dieser Zeit. Dies gilt auch für die schönen Jahre bei der TSG Adler Dielfen, bei der ich als Spieler, Spielertrainer und Trainer tätig war.
Meine erste Trainerstation war die 2. Mannschaft in Kaan Marienborn. Danach habe ich die 1. Mannschaft in GW Siegen übernommen. Später folgte der Trainerwechsel zur TSG Adler Dielfen, zuerst die 2., danach die 1. Mannschaft.


GWE: Du bist zum Beginn der Vorbereitung als Trainer der Ersten Mannschaft zu uns gestoßen. Was am Verein Grün-Weiß Eschenbach hat Dich letztendlich von Deinem Engagement bei uns überzeugt und wie ist Dein bisheriger Eindruck von den Grün-Weißen Kickern und dem Vereinsumfeld?


Sascha: Ich durfte ja auch schon als Gast mit der TSG Adler Dielfen hier in Eschenbach als Trainer am Rand stehen. Schon damals hat mich fasziniert, wie viele Zuschauer die Grün-Weißen bei ihren Spielen unterstützen. Davon können viele Mannschaften im Umkreis nur träumen. Der Verein ist familiär und hat einen guten Zusammenhalt. Genau das hat mich überzeugt. Der Verein und das gesamte Umfeld haben mich klasse aufgenommen und ich fühlte mich sofort wohl. Die Jungs ziehen im Training voll mit und man sieht, dass Jeder heiß auf die kommende Saison ist. Ich hoffe, dass wir über die komplette Saison weiterhin diese hohe Trainingsbeteiligung haben.
Ich finde, der Verein gehört schon lange in die B-Liga und nun ist der Aufstieg endlich geschafft.


GWE: Wo siehst Du die Saisonziele der beiden Seniorenteams, insbesondere natürlich der Ersten Mannschaft nach dem Aufstieg in die B-Klasse?


Sascha: Für uns als 1. Mannschaft wird es in der B-Liga eine sehr interessante Saison werden. Die Liga ist ziemlich ausgeglichen. Als Favoriten für einen Aufstieg sehe ich für mich SF Edertal, SV Schameder, SpVg Anzhausen und SV Netphen. Wir werden klasse Duelle haben und dann natürlich das Derby gegen Netphen. Ich glaube, darauf freuen sich die Spieler und unsere Fans, die auch auswärts immer in hoher Anzahl anwesend sind. Wichtig wird sein, dass wir als Team auftreten. Dann bin ich überzeugt, dass wir für die ein oder andere Überraschung sorgen können. Sehr gefreut hat mich auch, dass die 2. Mannschaft noch die Klasse halten konnte. Das sollte auch das Ziel für die neue Saison sein.


GWE: Mit dem TuS Johannland hat die Glücksfee der Krombacher Brauerei Dir und uns sofort im ersten Pflichtspiel mit deinem Heimatverein einen Gegner zugelost, zu dem Du sicher auch einen besonderen Kontakt pflegst und in dem diverse Jungs aus Deinem Bekanntenkreis aktiv sind. Wie ist dein Fazit zum Los? Eher positiv oder mit einem lachenden und einem weinenden Auge, weil einer der beiden Vereine schon in Runde eins die Segel steichen muss?


Sascha: Das ist ein sehr schönes Los. Da ich Luftlinie ca. 100 Meter vom Sportplatz im Johannland entfernt wohne, ist es für mich auch ein kleines Heimspiel. Natürlich möchte ich gerade dieses Spiel sehr gerne gewinnen, damit ich danach "mit einem breiten Grinsen" vor die Haustüre gehen kann. Die anderen Spiele darf der TuS Johannland gerne gewinnen, damit wir übernächste Saison ein Derby mehr in der Liga haben.

GWE: Sascha, wir danken Dir, das Du uns heute Rede und Antwort gestanden hast und freuen uns auf eine tolle gemeinsame Saison!


Das Interview wurde von Steffen Bender geführt.

Teil 14: Bastian Hirsch - Der Doppelmeistertrainer

Bastian
GWE: Lieber Bastian, nach den beiden vollbrachten Aufstiegen mit deinen Teams möchten wir dir zunächst zweifach zur Meisterschaft gratulieren!
Die Gunst der Stunde möchten wir natürlich zusätzlich nutzen und dich interviewen. Stell dich doch zuerst bitte kurz vor!
 
Bastian: Erst einmal Dankeschön =)
Diese Saison war nicht immer einfach und hatte viele Höhen, aber auch seine Tiefen. Es ist schön nach so einer Saison dann sogar doppelt belohnt zu werden.
Mein Name ist Bastian Hirsch und ich bin mittlerweile 30 Jahre alt. Zurzeit studiere ich Lehramt auf Haupt- und Realschule mit der Fächerkombination Geschichte und Evangelische Theologie.

GWE: Wie kamst du einst zum Verein GWE, was gab den Ausschlag dauerhaft zu bleiben und welche Posten hast du hier bisher bekleidet?

Bastian: Meine ersten Erfahrungen im Fußball habe ich beim SV Netphen in der D Jugend gemacht. Leider waren damals ziemlich viele Kinder in der Jugend beim SV Netphen, weswegen ich nicht mehr lange Lust hatte dort zu spielen. Glücklicherweise gab es zu der Zeit auch eine Jugend in Eschenbach, der ich mich dann angeschlossen habe. Und das war eine echt gute Entscheidung. Ich habe mal mit den jüngeren, mal mit den älteren spielen. Ich weiß noch, dass ich unter anderem mit Denny, Jan, Rene und Benny zusammen gespielt habe. Es waren einfach sehr schöne Zeiten in der Jugend. Meine damaligen Trainer Gerd Weber und Christof Hennes haben sich immer gut um uns gekümmert. Mit der C7 sind wir 99/00 sogar Meister geworden. Nach der C Jugend habe ich aber erst mal mit dem Fußballspielen aufgehört.
Vor guten zehn Jahren hat mich dann Michael Groos wieder in die Tannenkopfarena mitgeschleppt. Ich habe mich sofort wieder sehr wohl in Eschenbach gefühlt. Dies hat sich in all den Jahren nie geändert, weswegen ich Eschenbach treu geblieben bin.
Als ich damals im Seniorenbereich, unter anderem mit dir Steffen, angefangen habe wieder zu kicken, was haben wir auf „die Fresse“ bekommen. Wichtig war es in erster Linie nicht zweistellig zu verlieren. Auch die erste Mannschaft stand damals nicht viel besser dar und in einer meiner ersten Saisons wurden wir Letzter und Vorletzter der Kreisliga C. Zum Glück blieb dieser Zustand nicht lange und langsam kämpfte sich vor allem die 1. Mannschaft nach vorne. Aber auch die 2. Mannschaft versuchte sich von Jahr zu Jahr. Unter anderem auch durch den Zugang von Bastian Rickes nach Eschenbach. An dieser Entwicklung teilgenommen zu haben, ob als Spieler oder mittlerweile als Trainer, macht diese Meisterschaft mit der zweiten Mannschaft zu etwas ganz Besonderem für mich.
Auch meine Arbeit im Vorstand hat mich geprägt. Ich war zwar nur ein paar Jahre als Beisitzer im Vorstand, aber die andere Sicht auf den Verein Eschenbach zu bekommen, war wertvoll und ich kann es nur jedem empfehlen sich bei uns auch mal zu engagieren.
Bevor ich mich vermehrt der Trainertätigkeit gewidmet habe, war ich auch 2-3 Jahre als Schiedsrichter für den Verein unterwegs.
Insgesamt habe ich in diesem Verein schon viel erlebt und möchte auch nichts missen. Diese Atmosphäre und auch Familienfreundlichkeit findet man nicht im jedem Verein. Klar habe ich mich auch schon über den Verein geärgert, aber wo passiert das denn nicht? Insgesamt bin ich froh, dass ich den Weg nach Eschenbach gefunden habe und dass ich mich viel engagieren und dem Verein etwas wiedergeben konnte.
 
GWE: Wie oben erwähnt bist du sowohl mit der Zweiten Eschenbacher Welle, als auch mit der B-Jugend des SV Netphen, die du parallel trainierst, aufgestiegen. Wie wird es für dich in der neuen Saison weitergehen und was wünscht du dir für die Aufgaben der neuen Saison?

Bastian: Zur neuen Saison werde ich zusammen mit Christian Seewald und Kristoffer Hausmann die A Jugend vom SV Netphen trainieren und bleibe auch noch ein weiteres Jahr der zweiten Mannschaft erhalten. Was ich mir wünsche ist, dass kleine Brötchen gebacken werden und man sich realistische Ziele setzt.
In der A Jugend wird es nicht so wie in dieser B Jugend Saison weitergehen. Natürlich wollen wir eine erfolgreiche Saison auch in der A Jugend spielen und oben mitspielen. Aber es kommen viele neue Faktoren hinzu, die beachtet werden müssen. Viele Spieler haben jetzt die Schule verlassen und fangen neue Aufgaben an, ob es eine Ausbildung oder Studium ist. Deshalb muss man erst einmal schauen, wie sich alles in der neuen Saison einpendelt. Und mein oberstes Kredo ist und bleibt, dass die Spieler in der Jugend vernünftig ausgebildet werden müssen. Das sportliche sollte erst mal hinten angestellt werden. Wir haben nächstes Jahr eine gute Truppe zusammen und wir werden auch wieder oben mitspielen, aber trotzdem sollten der Spaß und die „Ausbildung“ im Vordergrund stehen.
Wie die nächste Saison im Seniorenbereich aussieht, kann ich nicht sagen. Erst einmal sollte es eine vernünftige gemeinsame Vorbereitung geben und jeder sollte auch dem neuen Trainer der 1. Mannschaft Werner Zimmermann offen gegenüber stehen und ihm eine Chance geben. Für die zweite wie erste Mannschaft wünsche ich mir, dass man an ähnliches anknüpfen kann wie diese Saison. Nach dem Aufstieg der zweiten Mannschaft sollte aber als erstes der Klassenerhalt zählen. Alles andere wäre doch etwas utopisch. ;)

GWE: Du bist schon seit Jahren Mitglied der Grün-Weißen Familie. Welche Personen und Geschichten haben dich, ob auf lustige, traurige oder aufregende Weise besonders begleitet oder geprägt?

Bastian: Die lustigsten Geschichten kamen in meiner Spielzeit zusammen. Fußballerisch waren wir doch zu Recht in der untersten Liga unten unterwegs. Tore wurden schon als Siege gefeiert :D
Ärgerlich war damals beispielsweise ein Spiel gegen Eckmannshausen. Dies haben wir eigentlich mit 5:2 gewonnen. Dummerweise hatten wir einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt. Wenn dieser aber auch garantiert, dass ihn keiner aus Eckmannshausen kennt. Warum hätten wir das dann nicht machen sollen?! :D Naja, das Spiel wurde schließlich gegen uns gewertet. Danke David :D
Aufregend waren natürlich damals die Duelle mit unserer 1. Mannschaft in der Kreisliga C. Dass wir gegen unsere eigene Erste damals ein 0:0 geholt haben, war schon ein Highlight. Bei einem dieser Duelle habe ich dem damaligen Torwart Willi Klöckner einen Freistoß „rein gehämmert“. ;)
Auch wenn es damals lustige Spiele waren, aber insgesamt braucht solche Spiele keiner und ich bin froh, dass es mittlerweile Usus ist, dass nicht zwei Mannschaften eines Vereins in derselben Liga spielen.
Das „lustigste“ dieser Saison war, als wir die Trikots zum Spiel in Girkhausen vergessen haben. Die Trikots direkt aus der Kabine mitzunehmen, wäre auch zu einfach gewesen. ;)
 
GWE: Am Sonntag steigt das letzte Saisonspiel der Zweiten Welle. Zu Gast ist die Zweite Mannschaft des TuS Diedenshausen. Da der Aufstieg bereits klar ist, können wir mit einer großen unterhaltsamen Party, kleinen Überraschungen in der Aufstellung und einigen tollen Programmpunkten rechnen.
Möchtest du uns schon den ein oder anderen kleinen Tipp geben, mit welchen Besonderheiten zu rechnen ist?
 
Bastian: Auf jeden Fall wird es Sonntag eine große Party geben und ich bin auch froh, dass wir mit David Weber und Phillipp Groos zwei Jungs gefunden haben, die alles organisieren. Danke schon mal dafür.
Und ja, es wird ein paar Überraschungen in der Aufstellung geben. Unsere Nummer 1 hat sich leicht verletzt, gute Besserung Marco, und daher wird es einen unerwarteten Keeper geben. Der ein oder andere kann dem Ruf des Bieres auch nicht mehr widerstehen und fällt somit aus. Daher haben wir auch jemanden im Kader, der mehr Erfahrung als ich hat. Ich denke, es wird ein Highlight für die Zuschauer.
Auch deswegen hoffe ich, dass uns zahlreiche Zuschauer erwarten und mit uns gemeinsam diese Meisterschaft feiern.

GWE: Gibt es irgendetwas, das du noch erzählen möchtest?
 
Bastian: Ja, etwas möchte ich noch loswerden. Danke an alle meine Spieler!! Ohne euch wäre es diese Saison zu keiner erfolgreichen geworden. =)
Und danke an die zahlreichen und treuen Fans, die uns auch bei den diversen langen Auswärtsfahrten begleitet haben.
Auch möchte ich mich für die Geduld bei meiner Freundin Birgit bedanken, die oft wegen Fußball auf mich verzichten muss =)

Lasst uns daher morgen alle bei dem ein oder anderen hopfenhaltigem Erfrischungsgetränk zusammen feiern!
 
 
GWE: Wir danken dir für das informative Interview und sehen uns morgen in der Tannenkopfarena!

In Sachen Interviews gehen wir erstmal in die Sommerpause. Zur Saisonvorbereitung sind wir aber wieder mit neuen Gesprächen für euch da!

Teil 13: Philipp Groos – Der Altmeister

GWE: Lieber Phillipp, nun dürfen wir auch dich interviewen. Stell dich doch zuerst mal bitte kurz vor.

Philipp: Hallo erstmal. Mein Name ist Phillipp Groos, ich bin am 20.10.1982 in Siegen geboren (also junge 33 Jahre) und wohne in Netphen. Beruflich bin ich bei Siemag-Tecberg (Haiger)angesiedelt. Dort arbeite ich in der Konstruktion im Bereich der Schacht- und Fördertechnik Bergbau. Meine zwei großen Leidenschaften sind der Fußball und der Schützenverein Brauersdorf. Dort bin ich schon seit meiner Geburt Mitglied und auch schon über 10 Jahre im Vorstand tätig. Mit Fußball habe ich 1990 (also mit 7 Jahren) beim SV Netphen in der F-Jugend begonnen. Dort habe ich dann alle Jugendmannschaften durchlaufen und im Seniorenbereich bis 2011 vorwiegend in der 2. und 3. Mannschaft gespielt. Im Sommer 2011 habe ich dann nach 21 Jahren und einigen Meisterschaften, die Vereinsfarben von blau-weiß zu grün-weiß gewechselt. In Eschenbach habe ich bis letzte Saison in der 1. Mannschaft gespielt und bin mittlerweile im 26. Fußballjahr als Altmeister in der 2. Welle unterwegs.

GWE: Oha, auch du hast schon viel erlebt. Könntest du uns denn mal ein bisschen was über deine Zeit in der Jugend erzählen? Gibt es besondere Anekdoten, an die du dich jetzt noch gerne oder humorvoll erinnerst?

Philipp: Viel erlebt, das habe ich. Wenn ich das alles hier zu Papier bringen würde, könnte ich auch ein Buch raus bringen ;-). Aber es gibt ein paar Anekdoten die ich nie vergessen werde und man glaub es kaum, es fing vieles in Eschenbach auf dem damals schönen Ascheplatz an. Meine Jugend war durchweg positiv und sehr sehr Erfolgreich. Meine ersten Trainingseinheiten fanden auf dem Bolzplatz neben der Georg-Heimann Halle in Netphen statt. Zu diesem Zeitpunkt wurde gerade der erste Kunstrasenplatz in der Schmellenbach gebaut und wir mussten einen Ort zum Trainieren finden. Meine erste Saison in der F-Jugend des SV Netphen spielte ich dadurch in der Tannenkopfarena und wir wurden auch auf Anhieb Meister. Der 1982er Jahrgang war sehr stark und wir haben über all die Jahrgangsstufen bis hin zur A-Jugend in jeder Stufe die Meisterschaft geholt. Das war schon einmalig. Des Weiteren erinnere ich mich gerne an das eine E-Jugend Jahr. Wir spielten gegen die JSG Hausen. Zur Halbzeit lagen wir bereits mit 13:0 in Front und ich als Torwart hatte nicht einen Ballkontakt. In der Halbzeitpause hatte mein damaliger Trainer Bernd Jaschke die Idee, ich solle doch einfach mitspielen und auch nach vorne gehen. Gesagt getan. Am Ende stand es 30:0 und ich habe 3 Tore gemacht (bis heute mein Rekord). Ein weiteres Highlight war das D-Jugend Freundschaftsspiel gegen die Sportfreunde Siegen. Dies wurde im Vorfeld des DFB-Pokalspiel Siegen- VfB Leipzig (heute RB Leipzig) ausgetragen. Leipzig war damals Bundesligist und dementsprechend war das Leimbachstadion schon mit mehreren Tausend Zuschauern gefüllt. Eine Anekdote aus dem Seniorenbereich muss ich aber auch noch erzählen. Es war die Saison 2009/10. In der C-Liga gab es einen harten Zweikampf um die Meisterschaft zwischen Netphen 3 und GWE 1. Wir waren bis kurz vor Schluss fast gleichauf. Eschenbach versuchte unseren Gegner SV Setzen besonders zu motivieren und versprach bei einem Sieg gegen Netphen 50l Felsquellwasser zu sponsern. Es kam wie es kommen musste, ich mit Netphen verlor das Spiel auch prompt. Jubelnd und mit großer Dankbarkeit wurde das Fass von Eschenbach nach Setzen transportiert. Dumm war nur, dass Setzen nicht spielberechtigte Spieler eingesetzt hatte. Die Folge: Wir (Netphen) bekamen die 3 Punkte am grünen Tisch und Eschenbach konnte das Fass wieder in Setzen abholen. (Sorry das musste ich erzählen)

GWE: Wie kam es denn dazu, dass du nach vielen Jahren beim SV Netphen, den Schritt nach Eschenbach gegangen bist?

Philipp: Ja der Schritt war nicht ganz so einfach. Ich habe lange überlegt ob ich den Schritt gehen soll. Nach der Meisterschaft 2009/10 mit Netphen 3 und den damit verbundenen Aufstieg in die B-Liga hörte mein damaliger Coach auf. Zu neuen Saison kam der Vorstand auf mich zu und fragte mich ob ich mir vorstellen könnte neuer Spielertrainer der 3. Mannschaft zu werden. Ich willigte ein und übernahm meinen ersten Trainerjob. Die Saison lief von Anfang an aber nur schlecht. Ich musste einige Spieler an die 2. Mannschaft abgeben und das Verletzungspech blieb uns die ganze Saison hinweg treu. So spielten wir vom ersten bis zum letzten Spieltag nur gegen den Abstieg. In der Rückrunde musste ich oft das Training absagen, da ich teilweise nur 4-5 Spieler zusammen bekam. Höhepunkt der Negativserie war das Spiel in Schameder, das ich mit nur 10 Spielern auf dem Platz bestreiten musste. Ab den 1. April konnte ich dann zwar auf den ein oder anderen A-Jugendlichen zurückgreifen (so machten die heutigen Eschenbacher Robin Berghäuser und Toni Schäfer ihre ersten Schritte im Seniorenbereich unter mir), aber der Erfolg blieb weiter aus. Gegen Ende der Saison zog dann der Vorstand die Reißleine und stellte mich frei. Was mich damals sauer gemacht hat war der Punkt, dass ich über meine Freistellung im Voraus nicht informiert wurde und vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Zu diesem Zeitpunkt kam dann zum ersten Mal der Gedanke auf einen Vereinswechsel vorzunehmen. Ich bin damals trotz innere Wut über meinen Schatten gesprungen und habe die Saison als Spieler zu Ende gespielt und am letzten Spieltag sogar den Klassenerhalt geschafft. Nach der Saison habe ich mich dann mit anderen Vereinen beschäftigt und relativ schnell war klar, wenn ich Wechsel, dann nur nach Eschenbach. Das hatte folgende Gründe. Durch meine Aktivität im Schützenverein kenne ich einige Afholderbacher die in Eschbach spielen. Aber darüber hinaus hat mir die Eschenbacher Art immer imponiert. Immer voller Einsatz, Herzblut und für Kreisliganiveau eine große Anzahl von Fans und Zuschauern. Gerade die Spiele gegen Eschenbach waren immer richtig intensiv. So kam es dann, dass ich im Sommer 2011 zu Grün-Weiß gewechselt bin.

GWE: Aber es gab nicht nur schöne Zeiten hier. Ich kann mich noch an einen deiner größten Wutausbrüche erinnern, als du dein Trikot versuchst hast zu „zertrampeln“ ;)
Philipp: Musstest du das ansprechen?! Ja das Spiel in Dotzlar war von meinem Verhalten her kein sehr ruhmreiches. Ich war warum auch immer, von meiner Auswechslung wenig begeistert. Auf dem Weg zur Auslinie zog ich mein Trikot aus, warf es auf den Boden und trampelte drauf rum. Daraufhin bekam ich vom Schiri wegen Unsportlichem Verhalten die Rote Karte und 4 Wochen Sperre. Das war aber nicht das schlimme. Durch das Verhalten habe ich die Mannschaft und vor allem unseren Coach Stephan sehr enttäuscht.

GWE: Was wünscht du dir noch für die restlichen zwei Spiele?

Philipp: Ich wünsche mir das wir Sonntag mit einer starken Leistung und vor hoffentlich vielen Fans in Aue Meister werden. Die Mannschaft hat sich die Meisterschaft verdient. Darüber hinaus hätte ich dann auch keinen Konflikt mit unserem Schützenfest am letzten Spieltag. Sollte es in Aue nicht klappen, dann eben am letzten Spieltag zu Hause gegen Diedenshausen. Die Meisterschaft hätte für mich auch etwas Besonderes. 1990 mit der F-Jugend meine erste Meisterschaft und jetzt meine vermutlich letzte Meisterschaft auf dem Eschenbacher Platz. Ein Kreis würde sich schließen. Also Jungs Sonntag 90 Minuten Vollgas und alles geben. Ich habe richtig Bock!

GWE: Gibt es sonst noch etwas, dass du uns mitteilen möchtest?

Philipp: Ich hoffe, dass die Grün-Weiße „Familie“ so eng zusammenhält wie bis jetzt. Das unterscheidet uns von vielen anderen Vereinen in unserer Region. Wenn ich dann in naher Zukunft die Fußballschuhe endgültig an den Nagel gehängt habe, will ich mich freuen, sonntags auf den Platz zu kommen und mit Fans und Freunden bei Ein- bis Trölf Bierchen schönen Fußball zu sehen. Ich finde es gut das wir mit Dennis einen jungen Vorsitzenden haben und mit Steffen einen Klasse Mann in der Jugendabteilung. Gerade die Jugend muss gefördert und weiter ausgebaut werden, denn die Jungend ist das Fundament für eine Erfolgreiche Zukunft. Ein kleiner Tipp an unseren Vorstand. Neue Ideen und Wege sollte man mit noch mehr Offenheit gegenüber treten und diesen die Zeit geben sich zu entwickeln. An alle Fans und Gönner von GWE. Ich erwarte spätestens am 29.5. jeden am Platz für eine hoffentlich Große Meisterfeier. Zum Schluss noch persönlicher Dank an unseren scheidenden Coach Stephan Weber . Es war schön unter Dir ein richtiger GWE’ler zu werden. Ich hoffe ich habe Euch nicht gelangweilt. Tschüss

GWE: Danke für das Interview und auf ein gutes Spiel am Sonntag in Aue =)

Teil 12: Dennis Bogaerts - Der Erste Vorsitzende

Dennis ist seit zwei Jahren erster Vorsitzender von Grün-Weiß Eschenbach und als Spieler der Ersten Mannschaft aktiv. Im Bid ist er mitTochter Lilly zu sehen.
 
GWE: Bitte stell dich kurz vor!
 
Dennis: Mein Name ist Dennis Bogaerts, ich bin am 14.03.1988 in schönen Kolbermoor geboren und lebe seit 2002 im Siegerland. 2009 lernte ich meine heutige Frau Verena kennen und zog 2010 mit ihr zusammen nach Eschenbach. Seit 2 Jahren haben wir eine kleine Tochter Namens Lilly und fühlen uns hier sehr wohl.
 
GWE: Du bist ca. 15 Jahre im Verein, trägst die Grün Weißen Farben schon seit der Jugend und bist mittlerweile seit zwei Jahren erster Vorsitzender unseres Vereins. Wie bist du damals zu Grün Weiß gekommen und welche Ereignisse und Personen haben dich in dieser Zeit am meisten geprägt?
 
Dennis: Meine Freunde spielten bereits alle in Eschenbach als ich damals nach Afholderbach zog, nach einigen Bolzplatzeinheiten schleppten sie mich dann mit zum C- Junioren Training. Ich wurde gut aufgenommen sodass ich mich sofort bei GWE anmeldete. Trotz hoher Niederlagen ging uns nie der Spaß am schönsten Mannschaftssport der Welt verloren. Am meisten geprägt, das ist schwer zu sagen. Da gibt es einige Kandidaten, z.B. Gottfried Weber, der alles für den Verein gab was auch immer in seiner Macht stand, oder seine Frau Marianne, die immer hinter ihm stand und Jahrzehnte lang die Trikots der Seniorenmannschaften reinigte. Es würde ewig dauern um ins Detail zu gehen… Der Aufstieg in die B-Klasse war eine schöne Zeit, wir spielten auf unserem neuen Kunstrasen und hatten eine tolle Saison hingelegt. Doch die schönste Zeit hatte ich, als unser Freund Stefan Schmidt mit seiner Frau Sina aus Freiburg ins Siegerland zogen, um zu studieren. Er integrierte sich in kürzester Zeit und spielte sofort mit uns in der Tannenkopfarena. Wir hatten eine super Mannschaft und jede Menge Spaß, ich bin froh heute noch mit ihm und seiner Familie in Kontakt zu stehen und werde unsere tollen Besuche mit der Mannschaft in Freiburg nie missen wollen. In diesen ganzen Jahren begleitete uns immer unser Coach Stephan Weber, der uns mit seiner Frau Christiane durch alle Höhen und Tiefen (auf dem Platz oder auch privat) führte. Deshalb bin ich mir sicher, das Stephan nicht nur mich, sondern auch viele andere Spieler am meisten geprägt hat.
 
GWE: Was macht deiner Meinung nach unseren Verein und seine Leute aus?
 
Dennis: Das „Wir“ wird in Eschenbach groß geschrieben, aus diesem Grund wird unser Verein oft als „Große Grün-Weiße Familie“ bezeichnet. Alle ziehen an einem Strang und viele verschiedene Charaktere bilden das Ganze. Den Sportverein!
 
GWE: Was erhoffst Du dir für die Zukunft bei GWE und welche Projekte sind deiner Meinung nach für die Zukunft des Vereins am wichtigsten?
 
Dennis: Ich wünsche mir das unsere 2. Mannschaft den Aufstieg packt und wir nächste Saison mit beiden Mannschaft den bestmöglichen Erfolg erzielen. Der Aufstieg in die B-Klasse ist natürlich auch ein Ziel das wir vor Augen haben ;-) Unserem neuen Trainer Werner wünsche ich einen guten Start bei uns und hoffe er wird sich hier wohl fühlen. Wichtig für die Zukunft ist mir, dass wir die Balance zwischen Menschlichkeit und sportlichem Erfolg beibehalten und sich die Spieler und Verantwortlichen hier wohl fühlen.
 
GWE: Gibt es irgendetwas was du noch sagen möchtest?
 
Dennis: Ich bedanke mich bei allen, die stets für den Verein tätig sind, egal ob Trainer, Spieler, Verantwortliche, Betreuer, Zuschauer oder einfach nur Mitglied, denn Fußball ist nicht nur auf dem Platz ein Mannschaftssport! Nicht zuletzt danke ich meiner Frau Verena, die so manche Stunden auf mich verzichten muss, wenn ich mal wieder für den Fußball unterwegs bin :-) 
Ich bedanke mich für das Gespräch und finde es toll wie du unsere Homepage mit tollen Berichten ausfüllst.
 
GWE: Ich bedanke mich ebenso für das Gespräch mit dir und deinen Verdienst rund um den Verein!

Teil 11: Steffen Bender – Der Idealist

GWE: Lieber Steffen, 

schön, dass wir dich heute interviewen dürfen. Erzähl uns doch zu allererst ein bisschen über dich.

 

Steffen:  Mein Name ist Steffen Bender; ich bin 36 Jahre alt und komme aus Eschenbach. Beruflich bin ich im chemischen Labor bei BGH in Siegen tätig. Meine Freizeit verbringe ich rund um GWE, aber auch in der örtlichen Feuerwehr und wenn noch Zeit bleibt, mit Lesen und ein wenig Astronomie. Man sagt gutem Essen und seiner Zubereitung sei ich auch nicht abgeneigt.


GWE: Steffen, du bist ja schon ein Leben lang ein „Grün-Weißer“. Kannst du dich noch an deine Anfänge im Jugendbereich erinnern?

Steffen: Lebenslang stimmt so nicht ganz; aber zumindest fast. Grün-Weißer wurde ich im Alter von sieben Jahren, was mittlerweile aber auch schon fast drei Jahrzehnte her ist. Damals war ich auch erstmal nur beim Kinderturnen aktiv. Meine Anfänge im Jugendbereich waren, zumindest was den Fußball im Verein angeht, recht spät. In Eschenbach gab es leider damals keine entsprechende Jugendmannschaft; so habe ich mich dann zuerst mal auf den täglichen Gang auf den Bolzplatz beschränkt. Dort wurde ich dann im C-Jugendalter 1994 von einigen aktiven Spielern für den  SV Netphen „verpflichtet“, wo ich dann bis in die B-Jugend hinein spielte, bevor eine kleine Pause folgte. Mein Comeback gab ich dann bei den legendären „Newwelpückern“, die damals als A-Jugend in Eschenbach spielten und später fast komplett in den Spielerbestand von GWE übergingen. Hierbei blieb neben einem tollen Teamgeist  und einem sportlich erfolgreichen Jahr vor allen Dingen die Mannschaftsfahrt hängen, die uns begleitet von Trainer Ingo Rode, seinem Lieblingslied „Weiß der Geier oder nicht?“ und den Betreuern Pepe und Jürgen auf ein kleines regionales Volksfest in Franken führte. Diese Fahrt genießt, genau wie die Auswärtsfahrten in Ingos hinten fenster- und sitzlosen „Mannschaftsbusses“, heute Nostalgiestatus und sorgt noch heute bei allen Beteiligten für Gesprächsstoff und Gelächter.


GWE: Gab es denn ein bisheriges Highlight in deiner 15-jährigen Zeit als Spieler? Ich kann mich zum Beispiel noch an das Spiel in Eichen erinnern, bei dem wir genau 11 Spieler waren, und trotzdem (aus internen Gründen) nur zu 10. begonnen haben.


Steffen: An dieses Spiel kann ich mich natürlich ebenfalls erinnern. Ein  technisch eher limitierter Spieler musste um den einzigen Wechsel nicht vorschnell aufzubrauchen erstmal auf der Bank warten, während die ersten zwanzig Minuten auf einen „besseren“ Spieler gewartet wurde, der sich verspätet hatte und in der Anfangsaufstellung stand. Legendär auch ein Torschütze, der aus Freude über sein erstes Tor auf trockener Asche und auf Knien unter Verlust von einigen Schichten Haut und anderem organischen Material jubelnd in Richtung Eckfahne rutschte.

Das aber nur als kleine Anekdoten am Rande. Ereignisse, Gesprächsstoff und Höhepunkte gab es viele, was hier natürlich den Rahmen sprengen würde; das eigentlich Erwähnenswerte, war aber immer die mannschaftliche Geschlossenheit und die schnelle Integration der unterschiedlichsten Menschentypen in beiden Teams, wie im Umfeld. Allein das, verbunden mit unserem großen Zuschauerinteresse macht vor allem die Heimspiele immer wieder zu kleinen Höhepunkten. Das war schon 1998 bei meinem ersten Spiel so und führt auch heute noch dazu, dass nach Heimspielen des Häufigeren noch lange nach dem Spiel in der Kabine „getagt“ und erzählt wird. Auch lokale Anbieter von Speisen und Getränken konnten sich darüber oftmals freuen und die Hände reiben.

 

GWE: Aber nicht nur auf der Spielerseite unterstützt du (auch bis ins hohe Alter) GWE, auch als Jugendtrainer, Jugendleiter und Funktionär bist du seit langem aktiv. Könnte man dich als „Mädchen für alles“ bezeichnen?


Steffen: Hohes Alter?  Das lass ich jetzt mal unkommentiert. :-D Posten hatte und habe ich genug. Im Laufe der Jahre habe ich lange den damaligen Ascheplatz abgezeichnet, später die Mannschafts- und Getränkekassen beider Teams geführt, die Homepage und auch Facebook mit diversen Berichten gefüttert, sowie als Trainer, zunächst eines Frauenteams, später dann von unterschiedlichen Altersklassen bei Grün-Weiß und  dem SV Netphen, angefangen mit E-Jugend, über D-, C-, B- und schließlich A-Jugend fungiert. Mittlerweile bin ich dann auch meist als Stadionsprecher in der Tannenkopfarena aktiv. Als „Mädchen für alles“ möchte ich mich dabei aber nicht sehen. Dieses „Alles“ würde an meiner handwerklich eher überschaubaren Talente scheitern, zumal diverse andere Vereinsaktive diesen Titel sicher auch verdient hätten.


GWE: Eine abschließende Frage: Was wünscht du dir für die „Grün-Weiße-Zukunft“?

 

Steffen: Natürlich wünsche ich den Seniorenteams immer mindestens ein Tor mehr, als dem Gegner; zusätzlich der Zweiten Welle den schon fast greifbar nahen Aufstieg und der Ersten Mannschaft einen guten Saisonabschluss.  Für die neue Saison natürlich, dass GWE im nächsten Jahr eine gewichtige Rolle im Aufstiegsrennen spielt und alle Neuzugänge, vor allem die bisherigen A-Jugendlichen, gut einschlagen. Dazu hoffe ich natürlich, dass uns unsere tollen Fans weiterhin treu bleiben und unsere gelebte Kameradschaft weiter gepflegt wird.

Mein Hauptwunsch allerdings gilt dem Nachwuchs und den dazu nötigen ehrenamtlichen Helfern: Wir haben zuletzt unser Bambiniteam neu aufgebaut. Die Gruppe wächst recht schnell, die Kinder sowie Eltern sind mit Freude und Engagement dabei. Die Geburtenrate rund um den Verein ist stark angestiegen. Beste Voraussetzungen also. Daher würde ich mir wünschen, dass wir es schaffen dauerhaft wieder eine funktionierende Jugendabteilung zu etablieren. Irgendwo müssen die kleinen „Grün-Weißen“ ja herkommen :-D

Hierzu wird aber natürlich die Mitarbeit des ganzen Vereins nötig sein, damit die Jungs und Mädels sich mit uns identifizieren können und dabei immer genug fleißige Helfer vorhanden sind.


GWE: Steffen, danke für dieses Interview und wir hoffen, dass du mit deinem großen Engagement unserem Verein noch lange erhalten bleibst!

 

Das Interview führten Bastian Hirsch und Bastian Rickes

Teil 10: Martin Oehm – Der Geschäftsführer

 GWE: Bitte stell Dich kurz vor!
 
Martin: Hallo, mein Name ist Martin Oehm, bin 36 Jahre Jung ;-) und wohne seit über 36 Jahren in Eschenbach. Ich habe in Siegen Diplom Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Produktions- und Logistikmanagement studiert und arbeite im Bereich Logistik und Einkauf. In meiner Freizeit betätige ich mich in den ortsansässigen Vereinen und mache alles gerne was mit Bewegung zu tun hat (Fußball spielen, Fahrrad fahren, Joggen, Hauberg…)
        
GWE: Du bist seit über 25 Jahren im Verein, warst von 1999-2015 Stammspieler und hast in dieser Zeit über 300 Spiele für die Seniorenmannschaften gemacht, mittlerweile fungierst Du als Backupspieler der Ersten, Zweiten und Altherrenmannschaft, sowie seit 2008 als Geschäftsführer des Vereins. Was macht für Dich den Reiz aus, hier auch weiterhin Flagge zu zeigen und mit Herzblut bei der Sache zu bleiben?
 
Martin: Ich bin mit 9 Jahren dem Verein beigetreten. Leider gab es damals keine Fußballjugend. Als leidenschaftlicher Bolzplatzkicker kam für mich aber trotzdem kein alternativer Fußballclub in Frage. Herrmann Kühn, der leider schon verstorben ist, und Iris Daub haben damals mit vielen Eschenbacher Kindern aus allen Altersklassen eine tolle Jugendabteilung aufgebaut, uns im Bereich Leichtathletik trainiert und auf Wettkämpfe vorbereitet. Bereits als Jungendlicher habe ich dann auch schon ab und zu beim Training in den Seniorenmannschaften mitgemacht. Die ersten Meisterschaftspiele bestritt ich dann nach meiner Bundeswehrzeit und habe bis letzte Saison regelmäßig am Spielbetrieb teilgenommen. Für mich ist einfach das Gesellige, Familiäre und Kameradschaftliche im Verein sehr wichtig und das hat es in Eschenbach generationsübergreifend immer gegeben. Natürlich ist der sportliche Ehrgeiz dabei nie zu kurz gekommen. Ich denke sogar, dass dies für die Motivation und den Erfolg im Sport sehr wichtig ist. Für einen kleinen Ort wie Eschenbach ist es schon ein Privileg solch einen Verein zu beheimaten und den Menschen die Möglichkeit zum Sporttreiben zu geben. Damit wir auch in Zukunft attraktiv bleiben und uns weiterentwickeln, setze ich mich gerne für die Belange des Vereins ein.
   
GWE: Was sollten wir Deiner Meinung nach in den nächsten Jahren innerhalb des Vereins schaffen und bewegen, um den Verein für die Zukunft gut aufgestellt zu wissen?
 
Martin: Ich denke, wir haben bereits einen wichtigen Grundstein für die Zukunft gelegt, indem wir das Projekt Kunstrasenbau mit Erfolg durchgeführt haben. Damit sind wir technisch auf dem aktuellen Stand und haben unsere Attraktivität deutlich gesteigert. Außerdem bietet der Belag auch für die jüngsten Fußballer optimale Bedingungen. Ich denke, das hat sich in den letzten Jahren auch schon bemerkbar gemacht. Wir müssen weiterhin auf die Jugend setzen und den Bereich weiter ausbauen, obwohl dies aufgrund des reichhaltigen Freizeitangebotes heutzutage nicht so einfach ist.
 
 GWE: Gibt es noch etwas, dass Du loswerden möchtest?
 
Martin: Na klar. Ich wünsche den Seniorenmannschaften auf der Zielgraden der Saison viel Erfolg. Besonders gespannt bin ich auf die nächste Meisterschaft. Ich appelliere an alle Mitglieder des Vereins, dem Grün Weiß weiterhin die Treue zu halten und zu weiteren Sportlichen Erfolgen zu führen. Nur gemeinsam sind wir stark.
 
Nodda
 
GWE: Nodda und vielen Dank für das Gespräch!

Teil 9: Jens Mohr - Der Torwarttrainer

GWE: Bitte stell Dich kurz vor!

 
Jens: Hi, mein Name ist Jens Mohr, wobei mich einige in Eschenbach eher unter Jens Bald kennen werden. Ich bin am 30.05.1983 geboren und wohne aktuell in Wilnsdorf-Anzhausen. Sportlich habe ich meine Wurzeln in Geisweid, wo ich die komplette Jugendabteilung durchlaufen habe. Im Seniorenbereich habe ich dann überwiegend bei der Spvg. Anzhausen-Flammersbach gespielt. Diese Zeit wurde zum einen durch ein wirklich schönes Jahr in Eschenbach sowie zweieinhalb aktive Jahre bei der SV Germania Salchendorf unterbrochen.


 
GWE: Du bist in der Saison 2007/2008 im Trikot von Grün-Weiß aufgelaufen und  im letzten Jahr nach Beendigung deiner Karriere als Torwarttrainer zurück an alte Wirkungsstätte gekehrt. Bei Notlagen stehst Du auch immer wieder gerne bereit, um auf dem Spielfeld auszuhelfen und bist ansonsten jeden Sonntag mit deiner Familie am Spielfeldrand bei den Heimspielen mit GWE-Beteiligung zu finden. Was gab für Dich den Ausschlag, wieder in Eschenbach aktiv zu werden und was macht Deiner Meinung nach den Verein aus?
 


Jens:Ich muss gestehen, es war nicht die allererste Wahl, da es geographisch auch nicht der naheliegendste Verein ist. Ich habe mir im November 2013 das rechte Sprunggelenk beidseitig gebrochen und nach der Genesung schnell gemerkt, dass die Belastung dreimal die Woche nicht gut tut. So habe ich mich recht kurzfristig gegen Ende der letzten Saison dazu entschlossen, als Aktiver komplett aufzuhören und als Torwarttrainer dem Sport trotzdem treu bleiben zu wollen. Meine erste Wahl, mein letzter Verein, die SAF hatte zu diesem Zeitpunkt einen Torwarttrainer bereits verpflichtet. Als ich mir an einem Sonntag eins der letzten Heimspiele der GWE angeschaut habe, hat mich dann David Weber mehr aus Spaß angesprochen, ob ich nicht wieder in Eschenbach kicken wollte. Das hatte ich mir dann schnell überlegt, dass ich dies möchte, wenn auch nicht als Aktiver, so dann doch als Torwarttrainer. Beim Trainingsauftakt war ich dann da und hab Stephan Weber gefragt, ob er sich das vorstellen könnte. Es war ein sehr deutliches Ja, was mich auch sehr gefreut hat.
 
Wir haben uns dann darüber ausgetauscht, dass mit nur zwei Keepern, für zwei ambitionierte Mannschaften es ein wenig knapp ist. So kamen wir zu der Überlegung, dass ich mich auch als Aktiver anmelde um in Notsituationen einzuspringen. Dies hält sich glücklicherweise in Grenzen. Allerdings müsste ich bei Gelegenheit noch meine „Dankbarkeit“ an Robin Fries richten, in einer englischen Woche in Urlaub zu fahren inklusive dem Auswärtsspiel in Kredenbach auf Asche.
 

Was für mich den Ausschlag gab wieder in Eschenbach aktiv zu werden, ist eine schwierige Frage. Wesentlich ist hier aber glaube ich die Tatsache, dass ich mich in diesem einen Jahr hier unheimlich wohl gefühlt habe, obwohl ich ein ortsfremder war. Es war wirklich unerwartet schwer damals nach einem Jahr Abschied zu nehmen. Ich habe die GWE immer in den Tabellen verfolgt und war froh, wenn man sich Sonntags am Platz gesehen hat. In Eschenbach gibt es so vieles, wovon es bei anderen Vereinen und Mannschaften einfach fehlt. Direkt fällt mir hier die Kameradschaft ein. Ich habe es in den letzten Jahren in nur wenigen Mannschaften erlebt, dass nach dem Training noch stundenlang beisammen gesessen wird um sich diverse Erfrischungen zu gönnen. Ich glaube hieraus kann eine Mannschaft insbesondere in einer schweren sportlichen Phase Kraft schöpfen. Auch so Aktionen wie die Wanderung im Februar diesen Jahres, welche ich samt Familie auch nicht so schnell vergessen werde, fällt mir als Beispiel ein. Hier sind alle Mannschaften vertreten 1. 2. und die alten Herren, was ich nicht für selbstverständlich halte.
 
Bezüglich der Besuche bei GWE-Spielen kann ich nur sagen. Ich bin wirklich froh, ein Frau an meiner Seite zu wissen, die diese Euphorie für Fußball teilt, ansonsten wäre es sicherlich schwierig Familie und Hobby so unter einen Hut zu bekommen. In dieser Saison haben sich die Besuche überwiegend auf die Heimspiele konzentriert, weil zum einen die Auswärtsfahrten wirklich weit sind und dann zumeist auswärts auch um 13:00 Uhr gespielt wird. Das ist dann mit einem Kleinkind, welches mal noch Mittagsschlaf macht, nur sehr schwer vereinbar. Trotzdem haben die Besuche ja auch einen wichtigen Aspekt aus TW-Trainer Sicht. Aus eigener Erfahrung kenne ich es, dass Spiel und Training für einen Keeper immer ein Unterschied ist. Daher ist es meiner Meinung nach wichtig als TW-Trainer sich die Spiele anzusehen und evtl. neue Trainingsansätze zu finden. In den letzten Monaten habe ich glücklicherweise sehr sehr wenige Ansätze gefunden, da Robin wirklich gut gespielt hat. Viele haben insbesondere in den letzten Wochen gesagt, man sieht deutliche Trainingserfolge beim Robin Fries aufgrund seiner Leistungen. Ich persönlich denke, dass die guten Leistungen zu Beginn der Rückserie aber auch schon seit Mitte der Hinrunde auf was anderes zurückzuführen ist. Spielpraxis! Für einen Torwart gibt es nichts wichtigeres. Zum anderen glaube ich, dass Robin auch einfach ein wenig Zeit gebraucht hat um sich in einem neuen Umfeld zurecht zu finden. Es macht unheimlich viel Spaß mit ihm zu arbeiten. Er nimmt Ratschläge wirklich gut an und gibt auch ein gutes Feedback, ob die Belastung zu hoch oder zu niedrig ist. Gleiches gilt auch für Marco Jüngst. Dieser ist arbeitsbedingt leider nicht immer im Training, aber wenn er zum Torwarttraining da ist, zieht er voll mit, was auch mal ein Sonderlob verdient.  
   
 

GWE: Was erhoffst Du Dir für die Zukunft bei GWE?


 
Jens: Für diese Saison würde ich mir wünschen, dass beide Mannschaften in der Endphase nochmal zu der Form der 2. Hälfte der Hinrunde kommen. Bei der 1. Mannschaft sollte und muss es das Ziel sein, zumindest den TUS Deuz hinter sich zu lassen, allein schon aus Prestigegründen. Für die 2. Mannschaft gilt es die Tabellenführung in jedem Spiel zu verteidigen und so am Ende das ganz große Ziel zu erreichen. Für die neue Saison sind sportliche Wünsche schwierig, aber um diese noch zu setzende Ziele zu erreichen, hoffe Ich dass alle gesund und fit bis zum Sommer und insbesondere durch den Sommer kommen um dann in der anstehenden Saison neu anzugreifen.
 
 

GWE: Gibt es irgendetwas, das Du noch loswerden möchtest?
 
 
Jens: Eigentlich nur ein großes DANKE.
 
Es gehören immer viele Menschen im Hintergrund und teilweise auch im Vordergrund dazu, dass ein Verein gut funktioniert.
Und genau diesen Menschen, möchte ich hier einfach mal DANKE sagen.
 

GWE: Wir danken Dir für das Gespräch!

Teil 8: Theresa Mantai - Der treue Fan (wie lautet eigentlich die weibliche Form von Fan?)

Theresa, den meisten eher als Resi bekannt, ist eine unserer vielen treuen Zuschauerinnen und Zuschauer, die jeden freien Sonntag den Weg zu unseren Spielen finden und von der Tribüne und dem Spielfeldrand fleißig anfeuert. Quasi der zwölfte Mann (oder in dem Fall natürlich Frau).

 

GWE: Bitte stell Dich kurz vor!

 

Resi: Hallo ich bin die Resi. Ich bin 24 Jahre jung und wohne in Netphen. Ich bin Gesundheits- und Krankenpflegerin. Meine Freizeit widme ich meinem Pferd Amy und den Spieltagen von GWE. Seit einiger Zeit spiele ich mit einigen Mädels in einer Hobbymannschaft. Unser Ziel ist der erste Platz auf dem alljährlichen Ortsturnier in Eschenbach :-) man darf den Optimismus ja nie verlieren.

 

GWE: Du bist schon seit gut zehn Jahren fast durchgehend im Stammpublikum von GWE zu finden. Selbst im tiefen Wittgenstein bist Du fast immer am Spielfeldrand zu finden, um die Jungs zur Not auch lautstark zu unterstützen. Was schätzt Du am Verein, dass wir uns Deiner Unterstützung schon so lange sicher sein können?

 

Resi: Ich habe schon vor fast 10 Jahren das erste mal am Spielfeldrand in Eschenbach gestanden. Wie das hier im Netpherland so ist. Man kommt über Leute, die wiederum andere Leute kennen ganz plötzlich irgendwo hin - so ich nach Eschenbach. Ich habe mich dort zu jeder Zeit sehr wohl gefühlt. Ich schätze das "familiäre Feeling" welches in Eschenbach vermittelt wird. Eigentlich ist jeder, ob jung oder alt, den man so am Spielfeldrand trifft, ist immer wieder für einen Smaltalk bereit. Diese Offenheit gefällt mir sehr! Die leckere Bratwurst, Waffel und Co. natürlich nicht zu vergessen.

 

GWE: Beim diesjährigen Ortsturnier am 18.06. startest Du, wie schon letztes Jahr, wieder mit einem Frauenteam und schnürst selbst die Fußballschuhe. Schon beim letzten Turnier habt Ihr euch so ordenlich Respekt verschafft. Was habt Ihr Euch für dieses Jahr vorgenommen und wie glaubt Ihr gegen die größtenteils männliche Konkurrenz bestehen zu können?

 

Resi: Wie eben schon gesagt, ein Fernziel wäre natürlich ein Sieg an einem Orsturnier. Ne, Spaß bei Seite. Obwohl man uns absolut nicht unterschätzen sollte ;-) In erster Linie geht es uns um viel Spaß den wir haben und genau so vermitteln möchten. Begleitet und Unterstützt werde ich von vielen lieben jungen Frauen aus Eschenbach und Umgebung. Wir haben alle sehr viel "Biss" und ich denke, dass wir dieses Jahr mit mehr Laufstärke und System, auf dem Podest mindestens einen Platz nach oben klettern werden. Mädels -  ich hoffe auf viele weitere Jahre!

 

GWE: Gibt es noch etwas, das Du loswerden möchtest?

 

Resi: Ich freue mich schon auf die nächsten Spiele von GWE. Drücke den 2ten Senioren für den Aufstiegskampf ganz feste die Daumen. Der ersten Mannschaft auch weiterhin viel Glück. Haltet die Ohren steif!

 

GWE: Wir danken Dir für das Gespräch!

Teil 7: Kristoffer Hausmann – Der Teamplayer

Kristoffer ist zurzeit Spieler unserer Zweiten Mannschaft und trainiert zusammen mit Bastian Hirsch die B-Jugend des SV Netphen.

 

GWE: Bitte stell dich kurz vor!
 

Kristoffer: Ich heiße Kristoffer Hausmann, bin 22 Jahre alt und wohne in Netphen.


GWE: Du bist im Jahr 2010 als A-Jugendlicher zu uns gestoßen und mittlerweile selbst sehr engagiert, wenn es um Jugendarbeit in Netphen und Eschenbach geht. Wie sind Deine Erfahrungen im Umgang mit den Jugendlichen und was würdest du anderen potentiellen Jugendtrainern mit auf den Weg geben, um wieder mehr Leute zu motivieren, sich in der Nachwuchsarbeit einzubringen?
 

Kristoffer: Meine Erfahrungen sind sehr positiv, da Bastian und ich eine ziemlich pflegeleichte B-Jugend erwischt haben. Mir ist bei der Jugend sehr wichtig, dass der Spaß nicht verloren geht und dass der Zusammenhalt bei den Jungs gestärkt wird. Das gelingt uns meinem Empfinden nach sehr gut, wobei ich auch sagen muss, dass da ca. 99% an Bastian gehen. Um die Leute wieder zu motivieren in der Jugend zu helfen sollte man ihnen aufzeigen, dass es nicht nur Arbeit ist, sondern auch Spaß sich mit den Jungs zu beschäftigen.

 

GWE: Welche Zeiten oder Ereignisse haben Dich während deiner Zeit in Eschenbach besonders geprägt?

 

Gerade das A-Jugend Jahr in Eschenbach war trotz eher mieser sportlicher Ausbeute einfach durch die Mannschaft super. Die hat sich von so manchen Klatschen nicht unterkriegen lassen und immer den Spaß beim Fußball beibehalten können. Sonst ist einfach der Zusammenhalt im Verein gut und es macht einem dadurch auch sehr einfach diesen Verein sonntags am Platz zu repräsentieren.


GWE: Was erhoffst du dir für die Zukunft bei GWE?

 

Kristoffer: Das wir natürlich mit der Zweiten den Aufstieg perfekt machen und die Erste ihre bisher sehr gute Saison nach holprigen Start erfolgreich zu Ende bringt.

 

GWE: Wir danken Dir für das Gespräch

 

Interviews mit verschiedensten Personen des Vereins

Ab Ostern 2016 veröffentlichen wir an dieser Stelle wöchentlich neue Interviews mit unterschiedlichsten Protagonisten des Vereines Grün-Weiß Eschenbach. Zu Wort kommen Spieler, Vorstandsmitglieder, Fans und Förderer des Vereins, die das Vereinsleben aus ihrer Sichtweise beleuchten. 

Teil 6: Marvin Weber – Der Goalgetter

Marvin ist der derzeit erfolgreichste Torschütze in der ersten Seniorenmannschaft. Er wurde im letzten Jahr Torschützenkönig der C1-Liga, entstammt als einzig aktiver Spieler derzeit der altbekannten Eschenbacher Fußballfamilie Weber und betätigt sich hier und da auch als Spaßvogel der Mannschaft, wie er zum Ende des Gesprächs nochmal unter Beweis stellt.
 
GWE: Bitte stell dich kurz vor!
 
Marvin: Mein Name ist Marvin Weber, ich wohne in Eschenbach und bin 25 Jahre jung. Da zur damaligen Zeit keine Jugendmannschaft in Eschenbach existierte, habe ich das Fußballspielen  mit 6 Jahren beim SV Netphen begonnen. Nach der „Ausbildung“ dort folgte dann meine Zeit als Jugendspieler bei GW Eschenbach (E bis C Jugend). B-Jugend habe ich dann erneut in Netphen gespielt und in der A-Jugend habe ich eine schöne Zeit beim SV Eckmannshausen verbracht. Während meiner Zeit in Eckmannshausen konnte ich dann mit Hilfe eines Zweitspielrechts bereits an Spielen der ersten Seniorenmannschaft von Eschenbach teilnehmen. Nach Abschluss der Jugendzeit erfolgte dann die endgültige Rückkehr zu GWE.
 
GWE: Du bist ein langjährig erfahrener Grün-Weißer und hast wie berichtet schon die Jugendmannschaften in Eschenbach durchlaufen sowie zeitweise selbst als Jugendtrainer mitgewirkt. Was macht für dich den entscheidenden Unterschied zu anderen Vereinen?
 
Marvin: Für mich persönlich ist es natürlich toll in meinem „Heimatverein“ zu spielen. Hier war ja schließlich schon die halbe Verwandtschaft als Spieler aktiv. (lacht) Insgesamt gefällt mir die in all den Jahren durchweg positive Atmosphäre innerhalb der Mannschaft. Hinzu kommen die immer zahlreichen Zuschauer, die uns auch nach nicht so guten Partien die Treue halten. Eine schöne Sportanlage sowie die Gewissheit, dass der Verein am Leben ist. Verkauf am Sportplatz, Internetpräsenz, Interviews wie dieses hier, Stadionsprecher usw. tun ihr Übriges.
 
GWE: Welche Personen und Ereignisse haben Dich während deiner Zeit in Eschenbach besonders geprägt?
 
Marvin: Zum einen auf jeden Fall mein Opa Gottfried Weber. Er hat mich immer dazu motiviert möglichst gut zu spielen und damit der Mannschaft zu helfen. Auf der anderen Seite mein Vater Stephan Weber, der auch gleichzeitig unser Trainer ist und mir viel beigebracht hat.
 
GWE: Was erhoffst du dir für die Zukunft bei GWE?
 
Marvin: Mit einer guten Teamleistung die Meisterschaft zu holen bzw. den Aufstieg zu schaffen. Möglichst bald (lacht schelmisch)
 
GWE: Gibt es etwas, das Du noch loswerden möchtest?
 
Marvin: Ich habe noch leere Batterien zuhause. Möchtest Du die fachgerecht entsorgen?
 
GWE: Aber natürlich, die entsorge ich Dir gerne im dafür vorgesehenen Sammelbehälter. Ich muss eh gleich noch Toastbrot und Schnürsenkel kaufen.

Zuvor aber danke für das Gespräch ;-)

Teil 5: Bastian Rickes – Der „Mister GWE II“

Bastian ist seit zehn Jahren im Verein und in fast jedem Jahr Torschützenkönig der Zweiten Welle geworden. Auch zurzeit führt er die Torschützenliste in der Staffel D4 wieder deutlich an. Auf unserem Foto sieht man ihn bei einer unserer Arbeitseinsätze auf dem Sportplatz. Natürlich in gewohnt lässiger Manier.

GWE: Bitte stell Dich kurz vor!

Bastian: Mein Name ist Bastian Rickes. Ich bin am 17.02.1987 in Siegen geboren und komme ursprünglich aus dem schönen Herzhausen. Neben Fußball spiele ich außerdem Volleyball und Tennis im Verein. 
Ich habe in Gießen Lehramt für die Fächer Sport, Bio und Mathe studiert. Anschließend habe ich mein Referendariat in Wuppertal gemacht und bin seit 2014 grundsolider Lehrer am Evangelischen Gymnasium Meinerzhagen. 

GWE: Du bist schon seit fast zehn Jahre im Grün-Weißen Trikot unterwegs und quasi unser Mister GWE II. Seit der Saison 07/08 warst du in fast jedem Jahr Torschützenkönig der Zweiten Welle. Was macht für Dich den Unterschied zu anderen Vereinen bzw. Mannschaften, dass Du uns trotz deines meist auswärtigen Wohnortes durchgängig die Treue gehalten hast?

Bastian: Bastian Hirsch und Sandro Jüngst haben den damaligen „Startransfer“ ohne große Ablösesumme „eingetütet“ . Damals spielte die Erste Mannschaft zusammen mit der Zweiten Mannschaft in der letzten Liga; das war noch ein richtiges Derby^^. Im Aufstiegsjahr der Ersten Mannschaft durfte ich die Jungs dann im Kampf um die „C-Kreisliga-Krone“ unterstützen. Ansonsten habe ich aber in der Regel in der Zweiten Mannschaft gespielt. Das war nicht immer ganz einfach, da wir auch gelegentlich Spiele zweistellig verloren haben. In all dieser Zeit habe ich mich in Eschenbach – unabhängig vom sportlichen Erfolg – immer sehr wohl gefühlt, da wir stets nette Mitspieler, treue Fans und eine super Zusammengehörigkeit von Allen hatten. Dabei gibt es eine riesige Identifikation der Vereinsmitglieder mit ihrem Verein, die sich von anderen Vereinen klar abgegrenzt. In der ganzen Zeit kam daher auch nie ein anderer Fußballverein für mich in Frage <3 Natürlich haben sich auch meine Spielerfrau sowie meine treuen Spielereltern immer sehr wohl in der Tannenkopfarena gefühlt. 

GWE: Was erhoffst Du dir für die Zukunft bei GWE?

Bastian: Die momentane Saison 2015/2016 ist für mich die bisher erfolgreichste Saison der 2. Mannschaft bei Grün-Weiß aller Zeiten. Wir stehen derzeit auf Tabellenplatz 1 und wollen unbedingt aufsteigen. Daher erhoffe ich mir weiterhin so viel Spaß bei den Auswärtsfahrten (Grüße auch an den inoffiziellen Mannschaftsbus und seine isotonischen Kaltgetränke) und, dass wir mit unserer ganzen coolen Truppe noch einen erfolgreichen und lustigen Saisonendspurt haben. Ich freue mich auch – trotz meines hohen Alters – auf weitere schöne Jahre bei GWE. An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank an unseren tollen Erfolgstrainer Bastian Hirsch und alle weiteren Personen, die GWE möglich machen. 

GWE: Gibt es irgendetwas, das Du noch loswerden möchtest?

Bastian: „Der hat schon Gelb!“

GWE: „Genau, wir müssen doch alle morgen arbeiten!“   :-D
Bastian, wir danken Dir für das Gespräch!

 

Teil 4: Oli Nickel- Der Neuzugang 2015/16

GWE: Bitte stell Dich kurz vor!

Oli: Ich heiße Oliver Nickel, bin am 03.12.1996 geboren, also 19 Jahre alt und wohne in Afholderbach

GWE: Du bist vor der Saison zur Ersten Mannschaft gestoßen nachdem Du nach einigen Jahren Jugendfußball zuletzt einige Monate vereinslos warst. Was gab den Ausschlag, in Eschenbach wieder anzufangen und wie waren Deine Erfahrungen im Team bisher?

Oli: Ich wollte schon als kleiner Junge für Eschenbach spielen. Aber ich konnte leider nicht, weil es nie die richtige Jugendklasse für mich gab; ich war für die vorhandenen Jugendteams immer zu alt oder zu jung. Als dann feststand, dass ich bald für die Seniorenteams in Eschenbach spielen könnte, wollte ich auch nicht mehr in einem anderen Team spielen und hab dann einige Monate nur mittrainiert. Ab April 2015 war ich dann endlich spielberechtigt. Ich kannte ja eigentlich jeden in der ersten Mannschaft, dementsprechend war es kein Problem für mich, mich in Eschenbach zu integrieren.

GWE: Was erhoffst du Dir für die Zukunft bei GWE?

Oli: Ich erhoffe mir noch viele gute Saisons, weiterhin viel Spaß und vielleicht einmal aufzusteigen.

GWE: Wir danken Dir für das Gespräch!

Teil 3: Daniel Schmallenbach - Der Perspektivspieler

GWE: Bitte stell dich kurz vor!

 

Daniel: Mein Name ist Daniel Schmallenbach, ich bin am 15.03.1998 geboren und wohne in Eschenbach. Neben Fußball verbringe ich meine Freizeit unter anderem mit Klavier und Gitarre spielen und ein paar anderen sportlichen Aktivitäten.
Im Verein spiele ich hauptsächlich Innenverteidiger oder Sechser.

 

GWE: Du bist seit der E-Jugend im Verein und hast zunächst fünf Jahre im Grün-Weißen Trikot gespielt. Seit 2012 bist Du nun mit einem Zweitspielrecht beim SV Netphen und hast dort zur Zeit gemeinsam mit Florian Dreier das Amt des Kapitäns der A-Jugend inne. Welche Personen und Ereignisse haben Dich in dieser Zeit besonders geprägt?

 

Daniel: Grundsätzlich sehe ich rückblickend vor allem meine Anfangszeit in der E-Jugend als sehr lehrreich an, da trotz andauernden 2-stelligen Niederlagen stets der Spaß und das Motto "Mund abwischen und weitermachen" im Vordergrund stand, was besonders von Seiten der Trainer immer wieder vermittelt wurde.
Nach dem Wechsel nach Netphen per Zweitspielrecht*, war ein großes Ereignis, dass ich in der Saison 12/13 mit der C1 den Aufstieg schaffen konnte. Darauf folgten in den nächsten Jahren gute als auch eher schlechte Saisons, wobei mir dabei nie der Spaß am Fußball verging, was ich als eine der größten Errungenschaften meiner früheren Zeiten in der Jugend ansehe.

 

GWE: In den nächsten Wochen stehen für Dich die Abiturprüfungen an. Hierzu wünschen wir Dir natürlich viel Erfolg! Was hast du für die Zeit nach deiner Schulzeit geplant?

 

Daniel: Im Sommer geht es direkt mit 2 1/2 Monaten Praktikum los. Danach will ich hier in Siegen Maschinenbau studieren. Im Moment hege ich auch keine Absichten wegzuziehen. Warum auch?

 

GWE: Was erhoffst Du Dir für die Zukunft bei GWE?

 

Daniel: Im Prinzip hab ich kaum konkrete Erwartungen, da ich den Verein ja jetzt doch schon etwas länger kenne. Das Einzige, was auf jeden Fall nicht fehlen darf, ist eine gesunde Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und Spaß an der Sache. Allerdings mache ich mir dabei eher wenig Sorgen.

 

GWE: Gibt es irgendetwas, das Du noch loswerden möchtest?

 

Daniel: Ich denke es ist noch wichtig zu erwähnen, dass ich an Eschenbach besonders den Gemeinschafts- und Dorfcharakter schätze, der sich auch im Verein widerspiegelt. Ich hoffe, dass das auch in Zukunft so bleibt.

 

GWE: Wir danken Dir für das Gespräch!

 

* Erklärung Zweitspielrecht: Wenn im eigenen Verein eine Jugendklasse mangels Masse nicht gebildet werden kann, besteht die Möglichkeit, unter Beibehaltung der Spielberechtigung für den Stammverein, eine Zweite Spielberechtigung bei einem Nachbarverein zu erlangen.

Teil 2: Lars Kopelke - Der Auslandskorrespondent

Tini und Lars

Lars ist seit 2010 Spieler der Ersten Mannschaft und im defensiven Mittelfeld zu Hause.

 

GWE: Bitte stell dich kurz vor!

 

 Lars: Ich heiße Lars Kopelke, bin 26 Jahre alt und in Sohlbach aufgewachsen. Mittlerweile wohne ich in Netphen. Ich studiere an der Uni Siegen und verbringe gerade ein Auslandssemester an der Högskolan i Skövde in Schweden.

 

 GWE: Du bist ein langjährig erfahrener Grün-Weißer und hast schon die Jugendmannschaften in Eschenbach durchlaufen. Was hat dich in dieser Zeit geprägt und an welche Altersstufe erinnerst du dich am liebsten?

 

 Lars: In den ersten Jahren haben mich sicherlich meine Trainer, Stephan und Christof, sportlich am meisten geprägt. Später dann der gelebte Teamgeist und die mannschaftliche Geschlossenheit. Sportlich erinnere ich mich natürlich am liebsten an mein erstes Jahr in der D-Jugend. Am Ende der Saison wurden wir ungeschlagen, bei nur einem Unentschieden, Meister. Ein großer Teil der Mannschaft von damals ist heute noch in den Seniorenteams von Grün-Weiss aktiv.

 

GWE: Leider mussten wir dich für die Rückrunde trotzdem ziehen lassen. Du weilst zurzeit mit deiner Freundin Kristin zu einem Auslandssemester in Schweden.  Wie sind eure Erfahrungen bisher als GWE-Auslandskorrespondenten im hohen Norden?

 

Lars: Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv. Wir leben in einem Studentenwohnheim, in dem mehr als ein Dutzend unterschiedliche Nationalitäten leben. Hier wird es nie langweilig und wir haben nur herzliche Menschen um uns herum, mit denen wir die unterschiedlichsten Trips bereits absolviert haben. Zum Beispiel eine Hiking-Tour im Tividen Nationalpark, ein Kopenhagen Kurztrip sowie weitere Städtetrips in Schweden. Weitere aufregende Reisen sind bereits geplant, unter anderem ins finnische Lappland, sowie ein Trip nach Oslo und Bergen mit unserem lieben Freund und ebenfalls Grün-Weißen Marcus „Hecki“ Rohleder, der uns besuchen kommt. Die Landschaft von Schweden ist wunderschön und zu Beginn mit all dem Schnee hat es sich angefühlt wie (Zitat Kristin) in einem Winterwunderland!

 

GWE: Was erhoffst du dir für die Zukunft bei GWE?

 

 Lars: Ich erhoffe mir, dass der bzw. die Kader zusammen bleiben, wir es endlich schaffen die Stärken von beiden Seniorenteams zu bündeln, die jetzt nachrückenden A-Jugendlichen gut integrieren und wir in den nächsten Jahren eine schlagkräftige Mannschaft stellen können.

 

GWE: Was macht nach deiner Erfahrung den Verein Grün-Weiß Eschenbach und sein Umfeld im Vergleich zu anderen Vereinen aus?

 

Lars: Die unglaublich hohe Intensität, die starke Identifikation der Leute aus den umliegenden Dörfern mit dem Verein und der sehr gute Zusammenhalt im Verein. Verlieren wir ein Spiel ist alles sofort schlecht, sinnlos und am besten melden wir die Mannschaft vom Spielbetrieb ab. Gewinnen wir wiederum, ist das genaue Gegenteil der Fall. So lange ich mich erinnern kann, sind der Zuschauerzuspruch und die Unterstützung von außen grandios. Ich meine wir spielen in der Kreisliga und zu unseren Heimspielen kommen im Schnitt bestimmt 50-75 Zuschauer. Und selbst im tiefsten Wittgenstein können wir uns der Unterstützung von einigen Grün-Weißen sicher sein.

 

GWE: Gibt es etwas, das du noch loswerden möchtest?

 

Lars: Ich wünsche beiden Mannschaften weiterhin viel Erfolg in den verbleibenden Spielen! Wir sehen uns dann im Sommer.

 

 GWE: Wir danken Dir für das Gespräch!

Teil 1: Robin Fries - Der Keeper

Robin ist zum Anfang der Saison zu uns gestoßen und zur Zeit Torhüter der Ersten Mannschaft.


GWE: Bitte stell Dich kurz vor!

 

Robin: Ich heiße Robin Fries und bin am 26.06.1994 geboren, also 21 Jahre alt. 
Angefangen habe ich mit 6 Jahren bei den Bambinis in Dautenbach, da ich aus Weidenau komme. In der D-Jugend bin ich dann zum SV Netphen gewechselt und dort bis Ende letzter Saison geblieben. 

GWE: Du bist vor der Saison zur Ersten Mannschaft gestoßen. Was gab den Ausschlag, in Eschenbach anzufangen und wie waren Deine Erfahrungen im Team bisher?


Robin: Da ich, wie zuvor schon erwähnt, sehr lange in Netphen gespielt habe, brauchte ich einfach mal einen Tapetenwechsel. Ich habe bei Eschenbach angefangen, weil ich in den Probetrainings von der Ersten gut aufgenommen wurde und einfach von Anfang an ein gutes Gefühl hatte. Mein Bauchgefühl hat mich da auch nicht getäuscht, weil das ein cooles Team ist und mir vor allem der Spaß am Fußball wichtig ist.


GWE: Du hast Dich zuletzt in bestechender Form gezeigt und bist im Laufe der Saison immer mehr zum sicheren Rückhalt des Teams geworden. In den letzten drei Meisterschaftsspielen hast Du nur ein Gegentor hinnehmen müssen.Worauf meinst Du ist dies zurück zu führen?



Robin: Das ist eine schwere Frage. Ich würde sagen, langsam zahlt sich das Torwarttraining mit Jens Mohr aus. Und natürlich versuche ich auch immer mein Bestes zu geben. Manchmal hat man halt gute und manchmal schlechte Tage. Im Moment habe ich einfach viele von den Guten. 

GWE: Was erhoffst Du Dir für die Zukunft bei GWE?


Robin: Ich wünsche mir noch viele gute Saisons mit dem GWE und dass wir nächstes Jahr um den Aufstieg spielen können. 


GWE: Gibt es etwas, das Du noch loswerden möchtest?


Robin: Ich finde gut, dass immer zahlreiche Zuschauer da sind und wünsche mir, dass wir das Interesse weiterhin hoch halten können.


GWE: Wir danken Dir für das Gespräch